Wie es sich für eine Feuerwehr gehört, waren die auf dem Tagesprogramm stehenden Neuwahlen bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rieden am Forggensee gut vorbereitet. Es waren nämlich die beiden wichtigen Posten des Schriftführers und des Kassiers neu zu besetzen, da die bisherigen Amtsinhaber auf eigenen Wunsch aus Altersgründen zurücktraten. Für Walter Meißner kam Robert Huth und das Amt des Kassiers übernahm Thomas Doser von Dionys Glöggler. Die restliche Vorstandschaft trat wieder an und wurde in ihren Ämtern bestätigt.
Der alte und neue Vorsitzende Helmut Geier beschränkte sich in seinem Jahresbericht auf verschiedene Dankadressen an Freunde und Gönner der Wehr, die Gemeindeverwaltung und an die aktiven Feuerwehrmänner, die im abgelaufenen Jahr zuverlässig ihren Dienst absolvierten.
Schriftführer Walter Meißner ging auf die verschiedenen Aktivitäten des abgelaufenen Jahres ein und betonte, dass in den Reihen der Feuerwehr das heute allgemein übliche "Freizeitdenken" nicht an erster Stelle steht. Dies bestätigten auch die diversen gesellschaftlichen Auftritte und Einsätze im Gemeindebereich und in der Region. So nahmen die Fahnensektion und Feuerwehrkameraden an den Jubiläen der Nachbarwehren in Weißensee und Hopferau teil. Traditionell beteiligte sich eine Abordnung an der Fronleichnamsprozession und am Koppenfest. Die Sicherung beim Faschingszug, bei der Aufstellung des neuen Maibaums und beim Lampionumzug der Kinder zu St. Martin im November waren unter anderen weitere Aktivitäten.
Sehr umfangreich waren die Ausführungen von Kommandant Klaus Hofer, der darin nicht nur die Absolvierung verschiedenster Weiterbildungslehrgänge seitens der Feuerwehrler erwähnte, sondern auch von einigen Einsätzen der verschiedensten Art berichtete. Vom Kaminbrand bis zur Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen auf der B16 und den alljährlich unvermeidlichen Fehlalarmen war alles vertreten. Sehr positiv waren für ihn und seine Mannschaft die Anschaffung einer Schlauchwaschanlage und der Einbau moderner Eingangstore am Feuerwehrhaus.
Sehr zufrieden zeigte er sich über den Übungsbesuch und die abgelegte Leistungsprüfung, übrigens die erste seit 1998, die erfolgreich abgeschlossen wurde und die Tatsache, dass sieben Florianjünger die Truppmann I-Prüfung mit ausgezeichnetem Erfolg absolvierten. Derzeit beträgt die Stärke der Feuerwehr Rieden 62 Mann und zwei Frauen, aufgeteilt in acht Gruppen.
Übereinstimmend bezeichneten Kreisbrandinspektor Peter Einsiedler und Bürgermeister Max Streif den Ausbildungsstand der Wehr vorbildlich und lobenswert und sie erhofften sich auch weiterhin die Bündelung aller Kräfte, um die Sicherheit der Bevölkerung und deren Hab und Gut zu gewährleisten. "Die im vergangenen Jahr investierten Finanzmittel in die Wehr haben sich zu 100% gelohnt, denn in einem aufstrebenden Ort wie Rieden muss eine funktionierende Wehr oberste Priorität haben" unterstrich das Gemeindeoberhaupt.
Fotos: Uwe Claus
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